Derzeitige Arbeiten: - Es werden insgesamt fünf Querschläge (Verbindungen zwischen dem Haltestellenbauwerk und den Tunnelröhren) unter Vereisung geschaffen. Damit das Grundwasser beim Öffnen der Schlitzwände zu den Röhren hin nicht in die Baugrube gelangt, wurde der umliegende Bereich vereist. Für jeden Querschlag wird in einzelnen Abschnitten zunächst die Schlitzwand aufgesägt und entfernt. Das dahinter liegende, gefrorene Erdreich wird abgefräst und die Ränder des so entstehenden Hohlraumes werden sukzessive mit Spritzbeton gesichert. Als letzter Arbeitsschritt wird die Verbindungskonstruktion aus Stahlbeton hergestellt. Anschließend wird der nächste Abschnitt eines Querschlags hergestellt. - Teile des Baufeldes werden für die Bohrarbeiten einer Quartärwasserhaltung geräumt. - Von der Baugrube Alter Markt 55 aus werden Kanalbauarbeiten im Verbindungsstollen zur Bechergasse durchgeführt. Kommende Arbeiten: - Für den Aufbau der Quartärwasserhaltung werden von der Geländeoberfläche Bohrungen durchgeführt. - Eine sechste Verbindung zwischen Baugrube und Tunnel wird geschaffen, indem die Schlitzwand an einer Stelle geöffnet wird, die direkt an eine kleine Baugrube grenzt. Diese wurde für Sicherungsarbeiten an den umliegenden Häusern genutzt. Das durch diesen Bereich führende Tunnelstück wurde bereits entfernt. - Nach Fertigstellung der Querschläge wird die Vereisung abgeschaltet und der Rohbau der Haltestelle in Stahlbetonbauweise begonnen. Abgeschlossene Arbeiten: - In den beiden Tunnelröhren im Bereich der Haltestelle Rathaus wurden Verstärkungen aus Stahlbeton gebaut, die für Stabilität während der Bauzeit sorgen, wenn eine Verbindung zwischen Tunneln und Baugrube hergestellt wird. - Die sogenannten Schlitzwände wurden errichtet. Diese führen bis zu 45 Meter tief ins Erdreich und umschließen die Baugrube. So kann innerhalb der Baugrube der Grundwasserspiegel abgesenkt werden. Nachströmendes Wasser wird durch Brunnen abgepumpt und über die „blauen Rohre“ in den Rhein abgeleitet. - Um die Baugruben herum befindliche Gebäude wurden durch verschiedene Maßnahmen gesichert. - Das „Rote Haus“, ein in Besitz der Stadt Köln befindliches Gebäude, wurde zurückgebaut, um im Zuge des Neubaus eine Zugangsmöglichkeit zur Rathausebene zu schaffen. - Die beiden Tunnelbohrmaschinen sind östlich und westlich der Baugrube vorbeigefahren. Verkehrssituation: Durch die einspurig freigegebene Bechergasse ist eine Durchfahrt vom Alter Markt zum Kurt-Hackenberg-Platz möglich. |