Wer mehr wissen möchte: Unter dem Titel „Mit der U-Bahn in die Römerzeit“ veröffentlichte Dr. Marcus Trier, stellvertretender Direktor des Römisch-Germanischen Museums und Projektleiter der Ausgrabungen beim Bau der Nord-Süd Stadtbahn Köln, gemeinsam mit Dr. Carl Dietmar 2005 ein Handbuch zu den archäologischen Grabungen rund um den Bau der Nord-Süd Stadtbahn Köln, das mittlerweile bereits in der 2. Auflage erschienen ist. Das Buch behandelt die Kölner Stadtgeschichte und erzählt Historisches und Anekdotischen rund um die Baustellen der Nord-Süd Stadtbahn vom Breslauer Platz am Hauptbahnhof bis zur Marktstraße im Kölner Süden – dort, wo früher die Fernstraße nach Rom verlief und die gesäumt ist von Grabstätten aus dieser Zeit. Eine spannende Lektüre für alle, die sich für die Kölner Historie interessieren und auch dafür, wie ein so großes Grabungsvorhaben professionell vorbereitet und durchgeführt wird. Das Taschenbuch ist erschienen im Kiepenheuer & Witsch Verlag. Es ist erhältlich in allen herkömmlichen Buchhandlungen zum Preis von 19,90 Euro.
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Die Eingriffsfläche umfasst circa 20.000 Quadratmeter in der römischen bis frühneuzeitlichen Stadt. Die Mächtigkeit der archäologischen Schichten schwankt in der Regel zwischen zwei und sechs Metern; im Bereich des ehemaligen römischen Hafens (Kurt-Hackenberg-Platz/Alter Markt) reichen die archäologischen Schichten sogar bis zu mehr als 13 Meter unter die moderne Platzfläche. Die gesamte Trasse der Nord-Süd-Stadtbahn Köln und der zugehörigen Baustellenflächen ist als Bodendenkmal in die Denkmalliste der Stadt Köln eingetragen. In den Jahren 2000 bis 2002 wurden im Römisch-Germanischen Museum umfangreiche Berichte erarbeitet, die das archäologische und historisch-topographische Wissen zusammenfassen. Diese Berichte sind Grundlage der archäologischen Ausgrabungen, die unter der Fachaufsicht des Römisch-Germanischen Museums/Archäologische Bodendenkmalpflege der Stadt Köln auf den betroffenen Teilflächen bauvorgreifend unternommen werden. Die Finanzierung der archäologischen Ausgrabungen, die zu den derzeit größten archäologischen Unternehmungen in Europa zählen, erfolgt auf der Grundlage des Verursacherprinzips. |