Treffen werden sich die Tunnelbohrer allerdings nicht: Unter der Philharmonie sind die Platzverhältnisse für den Einsatz von Schildvortriebsmaschinen sehr eng bemessen. Die hier bereits vorhandenen Schlitzwände haben nur einen minimal größeren Abstand zueinander als der Durchmesser der Schildmaschine beträgt. Die von Norden kommende Schildmaschine gräbt sich deshalb nur bis zur Nordseite der Philharmonie vor. Danach wird die Maschinentechnik ausgebaut und durch den fertig gestellten Tunnel zurücktransportiert, während der Schildmantel im Boden verbleibt. Anschließend wird vom Startpunkt Breslauer Platz aus die parallele Röhre in der gleichen Weise aufgefahren. Da die von Norden kommende Strecke kürzer ist als die vom südlichen Startpunkt aus, reicht eine Maschine, um im Zeitplan zu bleiben. Die zwei aus südlicher Richtung kommenden Schildmaschinen unterqueren die Bechergasse und kommen unter dem Kurt-Hackenberg-Platz, südöstlich der Philharmonie zum Halt. Sie werden hier im Zielschacht auseinandergebaut und abtransportiert und können anschließend für andere Bauprojekte wieder verwendet werden. Die Verflechtungsstrecke unter der Bechergasse wird unter Druckluft, in bergmännischer Bauweise, hergestellt. Um die Stabilität des Bodens zu erhöhen, wird in diesem Bereich ein Düsenstrahl- bzw. Vereisungsgewölbe hergestellt. Erst danach beginnt der Aushub. Nach der Verbindung der beiden Röhren kann aus statischen Gründen die Vereisung wieder aufgehoben werden. Von der Philharmonie aus verläuft die Strecke unter der Bechergasse bis zum Alter Markt. |