Der Breslauer Platz, am Hinterausgang des Haupt- bahnhofs gelegen, ist die nördliche Starthaltestelle der neuen Nord-Süd Stadtbahn Köln. Er ist die Station für den direkten Anschluss an S-Bahn, Regional- und Fernverkehr, sowie die Erschließung des Eigelsteins.
Die hier bereits bestehende Haltestelle für die Linien 16, 17, 18, und 19 wird komplett zurückgebaut und durch einen größeren Bahnhof mit drei Gleisen ersetzt. Die Nord-Süd Stadtbahn Köln führt die bisherige Linie 16 weiter. Die Haltestelle Breslauer Platz wird in offener Bauweise erstellt. Der Abbruch des alten und der Bau des neuen Bahnhofs finden unter einem vorab hergestellten
Beton-Deckel statt, so dass der oberirdische Verkehr in dieser Zeit weitestgehend ungehindert fließen kann. Allerdings machen die Bauarbeiten im Jahr 2006 eine circa neunmonatige Sperrung des Stadtbahn-Betriebs zwischen den Haltestellen Dom/Hauptbahnhof und Ebertplatz notwendig. In dieser Zeit wird für die Haltestelle Breslauer Platz ein provisorischer Bahnsteig errichtet, so dass die Haltestelle vom Ebertplatz aus in einer Stichfahrt bedient werden kann. Eine Weiterfahrt der Züge Richtung Dom/Hauptbahnhof ist jedoch nicht möglich. Nach Ablauf der Sperrzeit wird an dem neuen Rohbau-Bahnhof zunächst ohne Fahrgastwechsel für einen Zeitraum von rund 28 Monaten durchgefahren. In dieser Zeit wird die Haltestelle endgültig ausgebaut.
Aus der Baugrube am Breslauer Platz heraus beginnt der
Tunnelvortrieb unter dem Bahndamm der Deutschen Bahn Richtung Süden. Die Tunnel-Bohrarbeiten starten voraussichtlich Mitte 2006. Die Fertigstellung der Haltestelle inklusive der Anschlüsse ist für 2009 vorgesehen.
Am Kurt-Hackenberg-Platz zwischen den Haltestellen Breslauer Platz und
Rathaus entsteht ein Verknüpfungsbauwerk als unterirdischer Knotenpunkt. Hier werden die Gleise der Nord-Süd Stadtbahn Köln mit dem Tunnelabzweig Dom-Ost verbunden, der derzeit unter dem Museum endet. Von hier aus können später sowohl der Breslauer Platz als auch die Haltestelle Dom/Hauptbahnhof mit unterschiedlichen Linien angefahren werden.